Zeit für Überraschungen
Karlsruhe (bz) „Wir wollen die kommende Pause nutzen, um Kraft zu tanken und unsere Trainingsinhalte zu intensivieren“, sagte Jörg Weber vor der Faschingspause. Nun hofft der Trainer des Männer-Badenligisten TSG Germania Dossenheim auf eine optimale Umsetzung am Sonntag gegen die SG Pforzheim/Eutingen II. Der Tabellenzweite ist ein starker Gegner und wird von der TSG eine nahezu perfekte Leistung fordern, wenn es etwas werden soll mit der Überraschung. „Keine Frage, das wird natürlich ein schwieriges Heimspiel gegen eine richtig starke Pforzheimer Mannschaft“, so Weber weiter.
Zeitgleich um 18 Uhr gastiert die HSG St.Leon/Reilingen bei der SG Leutershausen II. Dort ist die Sieben von Trainer Martin Schnetz ungleich stärker unter Zugzwang als die Dossenheimer gegen Pforzheim. „Das ist ein absoluter Pflichtsieg für uns, um noch eine Chance im Abstiegskampf zu haben“, sagt Schnetz. Trotz der schlechten Ausgangssituation für seine HSG verspricht er: „Wir kämpfen weiter bis zum letzten Spieltag.“
Zuhause läuft es fast immer. Deshalb ist die TSG Wiesloch gegen den TV Friedrichsfeld auch klar favorisiert. Rein vom Papier bahnt sich eine Partie auf Augenhöhe an, beide Teams gehören zum Mittelfeld, für das nach unten nichts mehr anbrennt und oben zu weit entfernt ist.
Fast die gleiche Voraussetzung trifft auf die SG Heddesheim und den TSV Rot-Malsch zu. Die Löwen haben allerdings ein paar Punkte mehr gesammelt und könnten mit ein wenig Glück noch die Vizemeisterschaft erringen. Für den TSV ist es das dritte Duell in Folge gegen eine Badenliga-Spitzenmannschaft. In so einer Situation ist das angenehme Punktekonto von 20:16 Gold wert und nimmt sämtlichen Druck von der Mannschaft.
Mindestens die Vizemeisterschaft hat auch der TSV Amicitia Viernheim ins Visier genommen. Um die Hoffnung darauf nicht zu verlieren, müssen die Südhessen ihr Heimspiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen II siegreich gestalten. Die HGO benötigt ihrerseits noch zwei, drei Siege, um sich sämtlicher Abstiegssorgen zu entledigen.
Eine klassisches Mittelfeld-Duell bestreiten der TSV Birkenau und der TV Hardheim. Beide haben exakt 18 Pluspunkte auf dem Konto und werden die Saison höchstwahrscheinlich dort beenden, wo sie sich momentan befinden – im Mittelfeld.
Um einiges angespannter gestaltet sich die Lage bei der TSG Eintracht Plankstadt. Es läuft diese Runde einfach nicht und ausgerechnet jetzt kommt der Spitzenreiter. Gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim benötigt die TSG einen Fabel-Tag und muss gleichzeitig darauf offen, dass der Primus nicht seinen besten Tag erwischt. Nur dann scheint eine Überraschung möglich.
Wölfe-Übungsleiter Niels Eichhorn blickt auf die Begegnung voraus: „Wir gehen als klarer Außenseiter in das Spiel, Heidelsheim/Helmsheim steht absolut zurecht an der Tabellenspitze. Die SG spielt einen guten Handball, verfügt über gute Einzelspieler, die aber auch gemeinsam in Kombination funktionieren. Wir wollen einen möglichst harten Kampf liefern und dann schauen wir mal, was geht.“
„Wir wollen zum Abschluss die Vizemeisterschaft“, sagte Frank Gerbershagen im Zuge der Bekanntgabe seines Abgangs zum Saisonende. Der Trainer der Badenliga-Frauen der TSG Wiesloch will zum Ende seiner sechsten Spielzeit die vergangene Badenliga-Vizemeisterschaft wiederholen. Damit sich die Ausgangslage für dieses Unterfangen nicht verschlechtert, müssen am Samstag zwei Zähler gegen die HG Königshofen/Sachsenflur gelingen.
Der TSV Rot-Malsch könnte die Wieslocherinnen aus der Ferne unterstützen. Dafür muss die Sieben von Arndt Heinemeier beim Tabellenzweiten SG Heddesheim etwas Zählbares einfahren.
Ebenfalls in der Verlosung um die Vizemeisterschaft hinter der weit enteilten HG Oftersheim/Schwetzingen befindet sich die HSG St.Leon/Reilingen II. Beim Schlusslicht HG Saase darf für die Drittliga-Reserve nichts anbrennen.
Spannung und Dramatik ist am Samstag bei der SG Stutensee-Weingarten vorprogrammiert. Mit dem TV Brühl kommt ein Gegner aus derselben Tabellenregion, es stehen zwei sehr wichtige Punkte auf dem Spiel. Eine Favoritenrolle gibt es nicht wirklich, die bessere Tagesform könnte den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben.
Für die Verbandsliga-Männer des TV Eppelheim und der SG Nußloch kommt es zu einer englischen Woche. Beide stehen sich am Donnerstag in „Eppele“ gegenüber und müssen drei Tage darauf gleich wieder ran. Nußloch dann zuhause als eindeutiger Favorit gegen den TVG Großsachsen II und der TVE bei der TG Eggenstein. Dieses Duell verspricht eng zu werden, schließlich werden die Eggensteiner mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen agieren, um die zwei Punkte in ihrem Sportzentrum zu behalten.
Nicht mehr als eine Pflichtübung sollte das Gastspiel des TSV Wieblingen bei der TGS Pforzheim II werden. Die Sieben von Spielertrainer Marco Widmann tritt schließlich beim weit abgeschlagenen und punktlosen Schlusslicht an. „Wir benötigen die zwei Punkte, damit wir den Abstand nach hinten möglichst groß halten und den Rest der Saison aus einer guten Ausgangslage heraus bestreiten können“, sagt Widmann.
Nichts zu verlieren hat dagegen der TSV Handschuhsheim. Die Bitz-Truppe will beim zweitplatzierten TSV Knittlingen als Spielverderber auftreten.
Die HSG Weschnitztal darf die höchste Hürde in Angriff nehmen. Ein Auswärtsspiel bei der HSG Ettlingen ist derzeit die schwierigste Aufgabe überhaupt. Der Tabellenführer ist der große Favorit auf die Meisterschaft, alles andere als ein Heimsieg gegen Weschnitztal wäre eine faustdicke Überraschung.
Die Möglichkeiten zu punkten werden immer weniger für die SG Stutensee-Weingarten. Und je weniger Optionen es gibt, umso mehr Überraschungen müssen dem Vorletzten gelingen, um irgendwie noch einen Tabellenplatz gutzumachen. Beim TV Ispringen wartet ein Gegner, gegen den an einem normalen Tag nichts zu holen sein dürfte. Die SG braucht jetzt aber das Unerwartete und das wäre ein Auswärtssieg.
Drei Wochen ist die letzte Partie des HSV Hockenheim her. Vielleicht hat diese lange Pause sogar gutgetan, um mit frischen Kräften auf Reisen zu gehen. Am Samstagabend sind die Hockenheimer nämlich beim Spitzenteam des TSV Rintheim gefordert und dabei selbstverständlich Außenseiter.
Derbyzeit in der Frauen-Verbandsliga. Die Begegnung zwischen der SG Walldorf Astoria und dem TSV Rot-Malsch II ist gleichzeitig das Aufeinandertreffen des Vorletzten mit dem Schlusslicht. Wenn die Walldorferinnen im folgenden Endspurt ihre Zuversicht behalten wollen, ist ein Erfolg über die Badenliga-Reserve Pflicht.
Ein klassisches Vier-Punkte-Spiel bestreiten die SG Heidelsheim/Helmsheim II und die Rhein-Neckar Löwen. Wer hier als Sieger hervorgeht, hat einen Big Point eingefahren. Für den Verlierer stehen dagegen stürmische Wochen an.
Eine einfache Übung sollte für den TSV Birkenau II das Heimspiel gegen den HC Mannheim-Vogelstang werden. Der Spitzenreiter stürmt gnadenlos in Richtung Meisterschaft und das er ausgerechnet zuhause gegen Vogelstang stolpern sollte, ist so gut wie ausgeschlossen.
Es könnte sogar ein Traum-Wochenende für Birkenau werden. Die unmittelbaren Verfolger des TV Edingen und der HSG Walzbachtal nehmen sich gegenseitig die Punkte. Im Optimalfall könnte der Vorsprung des Tabellenführers auf sieben Zähler anwachsen.
Zumindest die Vizemeisterschaft bleibt ein realistisches Ziel für die TG 88 Pforzheim II. An Motivation sollte es daher nicht mangeln, wenn die Goldstädterinnen am Sonntagnachmittag bei der TG Neureut in deren Sporthalle aufschlagen.
Hier gibt´s den Überblick zu allen Spielen am kommenden Wochenende.