Bezirksschiedsrichtertag
  04.11.2019 •     Bezirk 7 Neckar-Zollern


Beim Bezirksschiedsrichtertag des Handballbezirks Neckar-Zollern in Wurmlingen freute sich Schiedsrichterwartin Heike Hauer über den guten Besuch.

Die Grußworte für die gastgebende HSG NTW sprach Abteilungsleiter Marian Pfeffer und für den Handballbezirk der Bezirksvorsitzende Wolfgang Köhl.

Es folgte nun die Totenehrung für die in den letzten drei Jahren verstorbenen Schiedsrichter Kollegen.

Heike Hauer begann dann mit dem Rückblick. Das erste Jahr liegt nun hinter ihr. Es war arbeitsreich, anstrengend aber auch spannend und lehrreich. Vor allem aber auch schön.

Sie berichtete dann über die Ziele, die sie sich zusammen mit dem Ausschuss gesteckt hatte. Dies waren Schiedsrichtergewinnung, Bildung neuer und junger Teams um diese

über den Förderkader für den Bezirk zu gewinnen und auch fit für den Verband zu machen und Gewinnung neuer Mitarbeiter die Bezirkskommission Schiedsrichter. Der Bezirk verfügt derzeit über 149 Schiedsrichter. Davon sind derzeit 12 freigestellt und 19 pfeifen auf Verbandsebene. Somit bleiben 118 einteilbare Schiedsrichter übrig und das sind sechs mehr als in der letzten Saison.

Das Konzept zur Schiedsrichtergewinnung sieht folgendermaßen aus.

•Individueller Möglichkeiten die Schiedsrichtertätigkeit aus zu üben

•Halbzeitlehrgang für Freigestellte als Möglichkeit wieder zu pfeifen.

•Einführung des „Stufenschiedsrichter

Die Einführung des Stufenschiedsrichters bietet die Möglichkeit den Schiedsrichterschein in mehreren Schritten zu erlangen.

•Weniger Zeitaufwand für die einzelnen Lehrgänge

•Mit wenig zeitlichem Aufwand das Schiedsrichterwesen ausprobieren

•Einsatz im Heimverein –Geschützter Raum

•Einstieg mit 14 Jahren

Das beginnt mit dem Kinderhandballspielleiter. Diese leiten die E-, F- und D-Jugendspiele im eigenen Verein. Davon verfügt der Bezirk derzeit über 110 Stück. Ab 15 Jahren kann man dann unter bestimmten Voraussetzungen den Jugendspielleiter machen. In einem Pilotprojekt wurden hier bereits die ersten vier ausgebildet. Diese kommen dann in der C-Jugend zum Einsatz (momentan weibliche Jugend Bezirksklasse). Nach einem Jahr besteht dann die Möglichkeit den Schiedsrichterschein nach einem Zusatzlehrgang mit Regeltest zu erlangen.

Dieses Jahr ist das Team Fabian Böck/Christian Grzywna in die Landesliga aufgestiegen. Derzeit verfügt der Bezirk über sieben Teams im Förderkader, die verletzungsbedingt aber nicht alle einsetzbar sind.

Lehrwart Marvin Kaiser berichtete dann über vielen Lehrgänge die der Bezirk durchgeführt hat. Das Ergebnis aus der Lehrarbeit sind 13 neue Schiedsrichter. Davon sind fünf Wiedereinsteiger bzw. Quereinsteiger. Auch in diesem Jahr gibt es Schiedsrichter-Neulinge die davor bereits Handballspielleiter waren.

Doch es gab nicht nur positive Ergebnisse. Nicht berauschend war nämlich die Regelüberprüfung. Daher erfolgte auch der Hinweis: Nur wer die Regeln sicher und richtig anwenden kann, besteht auch in hitzigen Situationen auf dem Spielfeld! Die Schiedsrichter wurden daher auch gebeten das neue DH Schiri-Portal zu nutzen, denn es enthält wichtige Hinweise.

Die Einteiler berichteten dann übe die Probleme der letzten Saison. Wegen Schiedsrichtermangel wurden viele Spiele vom Verband an den Bezirk delegiert. Die meisten Schiedsrichter haben das Soll von 15 Spielen erreicht oder sogar überschritten, dennoch gibt es zu viele Rückgaben.

Die Staffelleiter und die Spielleitenden Stelle Recht bemängelten die vielen Strafen gegen die Schiedsrichter. Beim Ausfüllen der Spielberichte sollten sie etwas mehr Sorgfalt walten lassen.

Die Entlastungen wurden dann von Marinus Pfeffer vorgenommen und erfolgten einstimmig. Er nahm dann auch die Wahl des Bezirkschiedsrichterwartes vor.  Hier war Heike Hauer die einzige Kandidatin und sie wurde einstimmig gewählt. Da der Bezirksschiedsrichtertag nur einen Vorschlag machen kann muss sie beim Bezirkstag im Januar noch bestätigt werden.

Der Schiedsrichterausschuss macht komplett weiter und wird vom Bezirksvorstand berufen.

Einen längeren Punkt nahmen dann die vielen Ehrungen ein:

Für 45 Jahre: Harald Grathwohl (TG Schömberg). Für 35 Jahre: Gerhard Maier (HSG Rottweil). Für 30 Jahre: Michael Fischer (TV Weilstetten), Heike Hauer (HSG Albstadt), Thomas Keinath (HWB Winterlingen-Bitz), Brigitte Stolzenberg-Neher (TV Streichen). Für 25 Jahre: Michael Kreutter (HSG Baar), Özgür Budak (TG Schömberg), Roland Buhl (HSG Fridingen/Mühlheim). Für 20 Jahre: Volkan Güler (HSG Albstadt), Armin Muller (HSG Albstadt), Michael Lander (HSG Rottweil), Stefan Schick (HSG Neckartal). Für 15 Jahre: Uwe Grzywna (HWB Winterlingen-Bitz), Klaus Hessner (TV Hechingen), Karl-Heinz Krestel (TV Onstmettingen), Simone Weber (TV Spaichingen), Wolfgang Köhl (TV Onstmettingen), Niklas Liebermann (TV Spaichingen), Steffen Maurer (TV Spaichingen), Kain Sauer (HSG Rietheim-Weilheim), Tanja Seiffert  (HSG Albstadt).

Großen Wert legt die Schiedsrichterkommission auf ein einheitliches Erscheinungsbild der Schiedsrichter. Daher wurde zum Schluss noch die neue Schiedsrichterkollektion von Kempa vorgestellt, die bei allen anwesenden Schiedsrichtern gut ankam.

 

Das Bild zeigt die Geehrten:

Von links: Harald Grathwohl, Wolfgang Köhl, Heike Hauer, Michael Kreutter, Brigitte Stolzenberg-Neher, Michael Fischer, Tomas Keinath, Özgür Budak, Kain Sauer, Roland Buhl und Simone Weber.