Handball Mega Sale

Schiedsrichternotstand im HVW

Spielverlegungen werden an weitere Bedingungen geknüpft

Die Präsidiumsklausur des Handballverbandes Württemberg stand im Zeichen der Schiedsrichter. Schiedsrichterwart Dirk Zeiher hat dem Präsidium im Vorfeld der Klausur deutlich aufgezeigt, dass der Spielbetrieb auf Verbandsebene unter den gegebenen Bedingungen nicht durchführbar ist.

Zu lange haben die Vereine sich darauf verlassen, dass zu den Spielen am Wochenende Schiedsrichter kommen. Die Zeiten sind nun endgültig vorbei und leider haben es die Vereine selbst zu verantworten. Bei nur 50 zur Verfügung stehenden Schiedsrichterteams aber 56 Wochenendspielen auf Verbandsebene ist die Rechnung schnell gemacht. Zu viele Aufhörer und zu wenig neue Meldungen aus den Bezirken haben die Situation soweit verschärft, dass nicht mehr alle Spiele besetzt werden können. Aber auch in den Bezirken ist es bereits 5 nach 12! Und auch dieser Umstand wird dazu führen, dass nicht flächendeckend mit Team-Schiedsrichtern für die höchste Bezirksebene zu rechnen sein kann.

Der Verband hat gemeinsam mit seinen Bezirken erste mittel- aber auch kurzfristig wirkende Lösungsansätze erarbeitet.

So wurde kurzfristig ein Notfallplan mit folgenden Punkten verabschiedet, die auch in den Durchführungsbestimmungen aufgeführt sind:

1. Ausbleiben des Schiedsrichters: Die Frauen- und Männermannschaften, die nicht auf Verbandsebene spielen, müssen sich bei Ausbleiben des/der eingeteilten Schiedsrichters/Schiedsrichter auf eine verfügbare Person als Schiedsrichter einigen.

2. Kostenfreie Verlegungen: Da, trotz eindringlicher Bitte auf Freiwilligkeit, wieder 80% der Spiele von den Vereinen auf einen Samstag angesetzt wurden, ist nun die Wahrscheinlichkeit keinen bzw. keinen ligengerechten Schiedsrichter zugeteilt zu bekommen sehr groß. Wer nun noch Spiele von Samstag auf Freitag legen möchte, kann eine entsprechende Verlegung kostenfrei, aber mit Zustimmung des Gegners, melden. Ein zusätzliches Bonbon: Der Wochentagzuschlag entfällt.

3. Es wurde folgende zusätzliche Voraussetzung für die Genehmigung eines Spielverlegungsantrags beschlossen: Die Genehmigung eines Antrags auf Spielverlegung hängt davon ab, ob der zuständige Schiedsrichtereinteiler zum gewünschten neuen Termin einen einteilbaren Schiedsrichter zur Verfügung hat oder nicht.

4. Keine Einteilung von Schiedsrichtern: Können Wochenendspiele bis Freitag, 12:00 Uhr nicht mit Schiedsrichtern besetzt werden, übergibt der Schiedsrichtereinteiler den Staffelleitern die Liste der betroffenen Spiele, zu denen keine Schiedsrichter eingeteilt werden konnten. Die Staffelleiter informieren Heim- und Gastverein der betroffenen Spielpaarung. Die Vereine haben somit Zeit, sich auf die Situation einzustellen. Weitere mögliche Vorgehensweisen werden in den Durchführungsbestimmungen für das Spieljahr 2021/2022 geregelt.