Breitgefächerte Themen bei der Schwäbischen Handballschule in Aalen
  08.07.2024 •     HVW-Verband , Presse , Allgemein , Lehrwesen


Rund 200 Trainerinnen und Trainer, 4 Referenten und 6 Demo-Gruppen an zwei Tagen

Das sind die Zahlen zur inzwischen bereits 28. Ausgabe der Schwäbischen Handballschule, die am 7. und 8. Juli 2024 in der Ulrich-Pfeifle-Halle in Aalen stattfand. Als ausrichtender Verein konnte dafür die Aalener Sportallianz gewonnen werden, die mit zahlreichen Helfern parat stand und für einen reibungslosen Ablauf der zweitägigen Veranstaltung sorgte.

Nico Kiener, Projektleiter der Schwäbischen Handballschule, begrüßte am Freitagmittag rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Fortbildung für lizenzierte und nicht-lizenzierte Trainerinnen und Trainer und übergab das Wort an den ersten von insgesamt vier Referenten an diesem Wochenende, Werner Bösch. Der Österreicher trainierte die letzten zwei Jahre die TusSies aus Metzingen, mit denen er in der vergangenen Saison den Pokalsieg feiern konnte. Seit dieser Spielzeit steht er in den Diensten des Schweizer Erstligisten GC Amicitia Zürich. Bei seinen Einheiten „Training in Komplexübungen“ und „Entwicklung des Tempospiels“ wurde er von den Mädels der HSG Bargau/Bettringen, des HBW-Stützpunktes sowie von FRISCH AUF! Göppingen als Demo-Gruppe unterstützt. Nach zwei intensiven Blöcken übergab Werner an seinen Trainer-Kollegen Daniel Brack, der zuletzt beim HC Oppenweiler/Backnang die Kommandos gab. Mit den Jungs der SG Hofen/Hüttlingen demonstrierte Daniel verschiedene Lösungen zum „leeren Kreuzen“. Aufgrund des EM-Viertelfinales mit deutscher Beteiligung fiel die Abendessenspause etwas länger aus. Auch wenn sich alle einen Sieg der deutschen Mannschaft gewünscht hätten, tat der Ausgang des Spiels der Stimmung unter den Anwesenden keinen Abbruch. Mit einem abschließenden theoretischen Teil zum Thema „Teambuilding“ und praktischen Beispielen aus seiner Zeit beim HCOB, beendete Daniel Brack einen langen Tag mit viel Input für die Trainer.

In alter Frische trafen sich am Samstagmorgen um 8:30 Uhr rund 150 Handballerinnen und Handballer zum zweiten Veranstaltungstag. Frank Hamann, Kinderhandball-Experte aus der Nähe von Hamburg, machte den Anfang. Unterstützt von der männlichen C-Jugend des TSB Schwäbisch Gmünd behandelte er die „individuelle Abwehrschulung“ und wie man die Spielfähigkeit in der Abwehr entwickeln kann. Nach einer kurzen Kaffeepause ging es dann um die Kooperation von Rückraum-Mitte und Kreisspieler. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im Jugendbereich aktiv sind, konnten sich hier einiges für die eigene Trainingsplanung mitnehmen. Nach der Mittagspause war mit Jens Bürkle ein bekanntes Gesicht in der Region zu Gast. Der vierte Referent war zuletzt Trainer vom Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten und ist aktuell als Jugendkoordinator beim TVB Stuttgart aktiv. Passend dazu reiste als Demo-Mannschaft die U17 und 19 des TVB an. Der Fokus bei beiden Einheiten lag auf der Abwehr. Zum einen, auf der klassischen 6:0-Abwehrformation, zum anderen auf verschiedenen Ideen, wie man im 7:6 verteidigen kann. Nach insgesamt fast drei Stunden Abwehrarbeit, die die Jungs vom TVB mit Bravour ableisteten, verabschiedete Nico Kiener die Zuhörerinnen und Zuhörer mit viel Input über die letzten beiden Tage ins restliche Wochenende.

Wir bedanken uns bei der Aalener Sportallianz, den Referenten und Demo-Mannschaften für die Unterstützung! Dank ihnen war die 28. Schwäbische Handballschule wieder eine gelungene Veranstaltung und wir freuen uns schon auf das nächste Mal. Auch nach der Fusion zum Baden-Württembergischen Handball-Verband wird es diese beliebte Fortbildung weiterhin geben und auch der Termin steht bereits fest: 4./5. Juli 2025.