Der Handballverband Württemberg e. V.

Der am 15. März 1948 in Stuttgart gegründete Handballverband Württemberg e.V. ist der zweitgrößte Landesverband im Deutschen Handballbund. Der HVW betreut 384 Vereine und Gastvereine aus benachbarten Ländern. Mit 93.532 Einzelmitgliedern gehört der HVW zu den großen Fachverbänden im WLSB. Von den aktiven Mitgliedern sind rund 75% Kinder und Jugendliche. (27.989 Kinder, 12.667 Jugendliche). Der Mädchenanteil liegt in der Altersklasse bis 18 Jahren bei rund 42%.

Aus- und Fortbildung

Der HVW bietet zentrale und dezentrale Tageslehrgänge und Workshops für Trainer und Übungsleiter ohne Lizenzen an. Darüber hinaus kann selbstverständlich die C- und B-Lizenz erworben werden. In Zusammenarbeit mit Handball Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe wurde eine Online-Trainingsdatenbank mit 1500 Übungen erstellt. Registrierte Trainer können somit auf das fundierte Wissen der HVW-Trainer zurückgreifen. Die animierten und mit Videosequenzen versehenen Trainingsinhalte dienen als Hilfen für ein qualitativ hochwertiges Training. Eine spezielle Version der Datenbank mit Übungen für Grundschulkinder berücksichtigt die besonderen Rahmenbedingungen im Schulsport und kann von allen Lehrern an Grund- und Hauptschulen in Baden-Württemberg kostenlos genutzt werden (www.handball-in-der-schule.de).

Nachwuchsförderung und Leistungssport

Regelmäßig schaffen Spielerinnen und Spieler aus der Talentschmiede des HVW den Sprung in die Nationalmannschaften. Die Spieler durchlaufen ein vierjähriges intensives Training in Bezirks- und Verbandsfördergruppen sowie an den HVW-Stützpunkten. Der HVW legt großen Wert auf hochqualifizierte Trainer. Mittlerweile wird an unseren Leistungszentren auch bereits am Vormittag ein Training angeboten, das für die jeweiligen Spielerinnen und Spieler in den Stundenplan integriert wird. Vor allem für Spielerinnen und Spieler mit der Perspektive zur Nationalmannschaft, bieten diese Standorte die Möglichkeit, Sport und Schule optimal aufeinander abzustimmen. Somit hat der HVW neben den Eliteschulen des Sports in Stuttgart weitere Möglichkeiten für seine Nachwuchsathleten geschaffen, die durch die Anbindung an Bundesligavereine über das Verbandsgebiet verteilt liegen.

Jugend, Schule und Bildung

Allein schon aufgrund der Alterstruktur im Handballverband Württemberg mit 75% aktiven Jugendspielern ist die Verbandsarbeit auf die Jugend ausgerichtet. Dies beginnt damit, dass die 2.700 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Doch neben dem Spielbetrieb gibt es Jugendarbeit pur. Beispielhaft seien hier Projekte wie die Sommerfreizeit in Österreich zu nennen, die mittlerweile seit mehr als 20 Jahren durchgeführt wird, das Mädchencamp in Metzingen oder das HVW-Jugendcamp in Sindelfingen. Seit acht Jahren leistet der HVW zusammen mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken mit der VR-Talentiade einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung, indem die Kinder sportartübergreifende Wettkämpfe austragen. Das System wird übrigens auch im Spielbetrieb dieser Altersklasse praktiziert. Zur Unterstützung des Kinderhandballs hat der HVW ein kindgerechtes Regelheft entwickelt, in dem die wichtigsten Handballregeln über leicht verständliche Texte und Zeichnungen im Comic-Stil erklärt werden. Ende 2007 wurde dieses Heft im Rahmen eines Filmprojektes, mit Hilfe einer Jugendmannschaft, in bewegte Bilder umgesetzt. Auch den sich verändernden Rahmenbedingungen in der Schullandschaft trägt der HVW Rechnung. Im Jahr 2008 wurde der Verbandsausschuss Kinder- und Schulhandball ins Leben gerufen, dessen Hauptaufgabe darin lag Modelle und Instrumente zu schaffen, die es dem Handball ermöglichen weiterhin Bestandteil in den Schulen zu sein. Die Schülermentorenausbildung, das Schul-Handballkonzept und die Grundschuldatenbank sind nur einige Projekte in diesem Bereich. Das Highlight stellt aber der Grundschulaktionstag dar, an dem mittlerweile über 26.000 Zweiklässler aus ganz Baden-Württemberg teilnehmen und ihr AOK-Spielabzeichen ablegen. Ein Erfolgsmodell, das seines Gleichen sucht…

Spielbetrieb

Am Spielbetrieb nehmen über 3.700 Mannschaften an rund 40.000 Spielen teil. Diese werden von rund 1.800 aktiven Schiedsrichtern geleitet. Respekt! Im Jahr 2006 wurde die telefonische Ergebnismeldung auf SMS-Ergebnismeldung umgestellt. Somit waren alle Ergebnisse unmittelbar nach der Meldung im Internet verfügbar und die Tabellen sind topaktuell. Im Jahr 2013 wurde erstmals Spielbericht Online eingeführt. Neben Paßonline (seit 2012) ein weiterer Quantensprung für die Spieltechnik. Die Vereine können nun unabhängig von den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle ihre Spielberechtigungen von zu Hause beantragen und selbst eine vorläufige Spielberechtigung ausdrucken. Auch die Schiedsrichterbeobachtung wurde 2013 online abgewickelt und damit die Arbeit der Verantwortlichen vereinfacht.

Stand: März 2014